Bedroht


Hier stelle ich Tierarten vor, die von der IUCN auf der "Roten Liste" als "stark gefährdet" eingestuft wurden. Wenn wir also nichts tun für den Artenschutz, werden diese Tiere aussterben in ihrem natürlichen Lebensraum. 

Unter den Säugetieren (übrigens stehen am meisten Amphibien auf der Liste der bedrohten Tierarten) ist auffällig, dass besonders viele Raubkatzen vom Verschwinden ihrer Art betroffen sind. 


Da die "Rote Liste" auf englisch verfasst ist, habe ich das "Artenlexikon des WWF" zur Grundlage genommen. Der WWF ist "die" Organisation für Natur- und Artenschutz weltweit. Der Mission zur "Bewahrung der biologischen Vielfalt - ein lebendiger Planet für uns und unsere Kinder" schließe ich mich an. 

SCHNEELEOPARD

Keine Großkatze klettert höher

Bis in Lagen von 5.500 Metern Höhe der Hochgebirge Zentralasiens und des Himalajas ist der Schneeleopard gelegentlich anzutreffen. An dieses Leben ist der Einzelgänger hervorragend angepasst. Seine kurzen Vorderbeine, die dicken Pranken sowie die gut ausgebildete Brustmuskulatur machen ihn zu einem geschickten Kletterer. Der lange, dicke Schwanz dient der Balance und seine weiß-graue Färbung mit dunklen Ringen tarnt ihn im felsigen, verschneiten Lebensraum perfekt. Eine wichtige Voraussetzung, denn Schneeleoparden sind Anschleichjäger und nähern sich ihren Opfern bis auf einen halben Meter, bevor sie angreifen. Ihre bevorzugte Beute sind Huftiere wie Blauschafe oder Steinböcke, aber auch Murmeltiere und größere Vögel. Die Beutetiere können das Gewicht des Schneeleoparden bis um das dreifache übersteigen. Da auch Ziegen, junge Yaks und andere Nutztiere zu ihrem Beutespektrum gehören, kommt es immer wieder auch zu Konflikten mit Hirten und Bauern.

Der Ruf der Schneeleoparden ist ein lang gezogenes Heulen, das oft als Schrei des Fabelwesens Yeti interpretiert wird.

Schätzungsweise nur noch 4.300 bis 7.200 Schneeleoparden leben in der Wildnis der asiatischen Hochgebirge. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird er als „stark gefährdet“ eingestuft. Neben der Zerstörung seines Lebensraums und Konflikten mit sich weiter ausbreitenden menschlichen Siedlungen sind illegale Jagd und Handel eine Hauptbedrohung für die gefährdete Großkatze. Ihr Pelz – schon Anfang des letzten Jahrhunderts ein begehrter Rohstoff – lässt sich für bis zu 500 US-Dollar gewinnbringend verkaufen.

Noch wertvoller sind die Knochen des Schneeleoparden. Bis zu 10.000 Dollar werden auf dem Schwarzmarkt für ein vollständiges Skelett gezahlt. Der Hochgebirgsjäger ist Leidtragender erfolgreicher Handelskontrollen bei anderen Großkatzen. Denn der Rückgang im Handel mit Tigerknochen lenkt die Nachfrage unter anderem auf die Knochen des Schneeleoparden.

Der WWF unterstützt zahlreiche Schutzinitiativen, um die letzten Schneeleoparden zu erhalten. So setzt die Umweltstiftung beispielsweise Anti-Wilderer-Einheiten ein, klärt die lokale Bevölkerung über die Gefährdung der Schneeleoparden auf und leistet Ausgleichsmaßnahmen, wenn die Raubkatzen Vieh gerissen haben.

Quelle/Text: WWF Artenlexikon - Schneeleopard


Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Denn obwohl längst verboten, werden sie wegen ihres schönen Fells und ihrer Knochen immer noch skrupellos gejagt und getötet. Hinzu kommt, dass ihr Lebensraum durch den Menschen immer weiter schrumpft. Nur noch wenige Tausend der faszinierenden Gebirgskatzen leben in freier Wildbahn in Zentralasien.

Quelle/Text: NABU Deutschland